Aktien

Eine Aktie verbrieft den Anteil an einer Gesellschaft (in Deutschland an einer Aktiengesellschaft (AG) oder Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)). Der Käufer einer Aktie ist also Mitinhaber der Gesellschaft und hat damit auch die Rechte und Pflichten des Eigentümers. Seine Pflichten beschränken sich in der Regel nur auf die Kapitaleinlage. Seine Rechte sind die Beteiligung am Gewinn, die Teilnahme an der Hauptversammlung, das Stimmrecht in der Hauptversammlung, Auskunft durch den Vorstand, der Bezug junger Aktien, wenn Bezugsrecht nicht insgesamt ausgeschlossen ist und ein Recht auf einen Anteil am Liquidationserlös. Aktien werden in Deutschland als Namens- oder Inhaberaktie ausgegeben. Aktuelle Kurse der Aktien des DAX und viele Informationen mehr finden sie unter unserem Link "Börse online".

Aktienanalyse

Bevor man in eine Aktie als Anlage investiert, sollte man eine gründliche Aktienanalyse durchführen. Dafür gibt es eine Reihe von Methoden und Kennzahlen. Zwei gebräuchliche Kennzahlen möchten wir Ihnen kurz vorstellen.

KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)

Das KGV (englisch: PER = Price-Earning-Ratio) gibt eine Aussage darüber, welches Vielfache des Jahresgewinns für eine Aktie gezahlt wird. Dabei wird mit dem Gewinn pro Aktie gearbeitet. Das KGV eignet sich vor allem zum Vergleich von Aktien aus der gleichen Branche gilt aber auch branchenübergreifend als aussagekräftige Kennzahl für die Feststellung einer Überbewertung (Kurs der Aktie ist schon (zu) hoch) oder Unterbewertung (Kurs der Aktie hat noch Steigerungspotential) der Aktie am Markt.

Nur sehr eingeschränkte Aussagekraft hat das KGV allerdings für Aktiengesellschaften die aktuell keine Gewinne erwirtschaften oder Gesellschaften, deren Attraktivität in einem rasanten Wachstum liegt und deren Gewinne erst zu einem späteren Zeitpunkt sichtbar werden.

Dividendenrendite

Die Dividendenrendite ist eine Kennzahl zur Bewertung und zum Vergleich von Aktien.

Die Dividendenrendite setzt die vom Unternehmen gezahlte Dividende mit dem Kurs der Aktien ins Verhältnis. Diese Kennzahl kann sowohl als Basis der momentan gezahlten Dividende, als auch auf Basis von erwarteten, künftigen Dividenden berechnet werden.

Mit dieser Kennzahl hat man die Möglichkeit, Aktien mit festverzinslichen Wertpapieren zu vergleichen. Sie dient als Anlageorientierung für Anleger, welche großen Wert auf Ausschüttung legen.

Die Nachteile der Dividendenrendite liegen an der schlechten Vergleichbarkeit von Unternehmen mit unterschiedlicher Ausschüttungspolitik und an der Tatsache, dass nur der ausgeschüttete Teil des Gewinns in die Analyse einbezogen wird.